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Mit Thomas Stabenow, dem renommierten „Bass-Professor“, und Stephan Holstein, preisgekrönter Klarinettist und Altsaxophonist, konnten auch dieses Jahr wieder zwei exzellente Musiker und vor allem Musikpädagogen für die Workshops gewonnen werden. Letzteres war auch von besonderer Bedeutung, hatten sich beide doch ein ziemlich anspruchsvolles Programm vorgenommen. Und das Ergebnis konnte sich wahrlich sehen lassen!
Thomas Stabenow formierte in nur drei Übungseinheiten eine Band, die Jazzstandards wie den „All Blues“ oder „Mercy Mercy“ mit erstaunlicher Sicherheit präsentierten, sich auch auf dem Gebiet der Improvisation ideenreich bewegten und mit ihrer Spielfreude in der vollbesetzten Aula beim Abschlusskonzert die Zuhörer begeisterten.
Stabenow legte bei seiner Arbeit mit den Schülern vor allem Wert auf die Schulung des gegenseitigen Zuhörens, eine gerade im Jazz unabdingbare Voraussetzung.
Ein Projekt ganz anderer Art hatte sich Stephan Holstein im zweiten Workshop vorgenommen. Bereits 1998 hatte er an unserer Schule Musik und Malerei zusammengeführt und war damals vom Ergebnis so angetan, dass er diese Idee weiterverfolgte und heuer mit seinem Thema „Sound and Colours“ den Synästhesie- Effekt von Musik und Kunst wieder in den Mittelpunkt stellte. Ob mit Geige, Cello, Klarinette, Querflöte oder Posaune-eine große Bandbreite von Klängen wurden von den Schülern produziert, ohne eine einzige Note vor sich zu haben. Viele Teilnehmer hatten vorher noch nie ohne Noten musiziert, geschweige denn gemalte Bilder in Musik „übersetzt“. Ebenso neu war die Erfahrung sicher für die Teilnehmer aus dem LK Kunst unter der Leitung von Michael Schölß. Die Musik inspirierte zu sehr kreativen Kompositionen, die in mancher Sammlung für moderne Malerei ohne weiteres einen Platz verdienen würden.
Auch mit dem Experiment, diesen Effekt live im Abschlusskonzert zu präsentieren, wurde Neuland betreten. Trotz technischer Hürden konnte mit dem Beamer auf eine Leinwand die Malaktion zur Musik für das Publikum live erlebbar gemacht werden, ein sehr anspruchsvolles Konzert!
Die Planungen für die nächsten Jazztage laufen bereits auf Hochtouren. Dem Engagement von Walter Haber ist es zu danken, dass wir auch im nächsten Jahr sicher wieder interessante Musiker begrüßen dürfen, wenn es heißt: Jazztage 2005-Workshops am Gnadenthal-Gymnasium!
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