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Jazztage früherer Jahre

Chronik der Jazztage - 2008 - 2007 - 2006 - 2005 - 2004 - frühere Jahre

Jazztage 2003 

Gospel- Workshop mit Albert.C.Humphrey und Steffen Zander

Der Jazzworkshop der von 23. - 24.10.2003 stattfand, verdient mehr den Namen Gospelworkshop (zumindest für uns Sänger), doch dies soll kein Nachteil sein – im Gegenteil, erst der Gospel machte aus diesem Ereignis ein Erlebnis der besonderen Art. Nachdem wir uns alle am Donnerstag um 09:00Uhr im Oberen Musiksaal eingefunden hatten (auch die Teilnehmer vom Reuchlin-Gymnasium hatten den Weg gefunden), harrten wir gespannt dem was da kommen möge. Wir hatten ja keine Ahnung, was uns erwartete! Uns wurde nur gesagt, dass wir diesen Workshop nie vergessen würden – und so war es dann auch! Mit einer viertelstündigen Verspätung trafen dann auch endlich unsere Dozenten ein, welche uns Herr Müller, in einer kleinen Ansprache, als Albert C. Humphrey und Steffen Zander vorstellte.
Nach der kurzen Begrüßung konnten wir auch sofort loslegen. Albert C. Humphrey gab uns noch eine knappe Einführung über die Herkunft und Bedeutung des Gospel und stellte bereits am Anfang klar, dass es Fehlverhalten wie Schwätzen und zu spät Kommen bei ihm nicht geben werde. Was sich im ersten Moment für uns ziemlich furchteinflössend anhörte, war dann doch nur halb so schlimm, denn nur mit soviel Disziplin schafften wir es innerhalb von nicht einmal zwei Tagen 6 Lieder zu lernen, was dem dreifachen Pensum mancher Chöre für ein Jahr entspricht! Mit „Lord search my heart“ lernten wir unser erstes Stück, und das auch noch ohne die Hilfe jeglicher Text oder Notenangaben. Als zweites Stück lernten wird dann allerdings mit diesen Hilfsmitteln, „Amazing Grace“ .
Der Funke der Begeisterung war vom ersten Moment an auf uns übergesprungen, so dass wir sogar das Angebot, eine Pause zu machen, ausschlugen.

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Man musste uns (fast schon mit brachialer Gewalt) dazu zwingen, den Musiksaal zu verlassen, um frische Luft zu schnappen, etwas zu essen und zu trinken. Albert verblüffte uns immer wieder, nicht nur durch seine spontane, unkomplizierte Auswahl der Solisten, die teilweise schon fast zu ihrem Glück gezwungen wurden, aber dann sehr schnell – dank der Hilfe Alberts – ihre Angst vergessen hatten und über sich hinauswuchsen.
Auch sein Angebot, nächstes Jahr als „Vorgruppe“ für seinen Chor aus München aufzutreten, kam für uns aus heiterem Himmel, doch, nachdem wir den ersten Schock überwunden hatten, spornte es uns umso mehr an, alles zu geben. Die beiden anderen Lieder „I won’t be back“ und „Oh, Happy Day“ stellten für uns nun (fast) kein Problem mehr dar, nicht zuletzt weil die stimmliche Verteilung im Chor – dank dem Reuchlin-Gymnasium – endlich einmal ausgewogen war. So konnten die sonst recht schwach besetzten Männerstimmen durch die schlagartig angestiegene Jungenrate auch mit den Frauenstimmen mithalten. Nach einem ereignisreichen ersten Tag gönnte sich ein großer Teil von uns einen heiteren Abend bei der K12 Party in der „Glock’n“.
Dem entsprechend war am nächsten Tag unsere stimmliche und physische Verfassung. Auch Albert kam allerdings unausgeschlafen, da er am Donnerstag einen Auftritt in der „Neuen Welt“ hatte und kaum geschlafen hatten, weil er so aufgeregt war“ Trotz dieser kleinen Hindernisse meisterten wir die Situation und lernten noch die beiden letzten Lieder unseres Repertoires; zum Einen „I’ve got a Feeling“ und zum Anderen „Amen“. Zu bewundern war unser Solist bei „I’ve got a Feeling“, da wir dieses Lied vor unserem Auftritt nicht öfter als dreimal ganz durchsangen. Als wir schließlich die meisten Lieder wiederholt hatten, war es auch schon Zeit für unseren Auftritt
Nach einer grandiosen Darbietung der Streicher durften wir endlich zeigen, was wir innerhalb weniger Stunden gelernt hatten. Wir wollten gar nicht mehr aufhören zu singen. Doch es ist nun einmal so, dass alles ein Ende hat. Aber ganz vorbei ist es ja nicht, denn schließlich wird sich die ganze Gruppe wieder treffen um, für unseren Auftritt mit den „Voices of Gospel“ nächstes Jahr im „Dom“ (Humphrey) von Ingolstadt, zu üben.

Katrin Baumer, Theresa Bittschi, Monika Mahrhofer, Stephanie Righetti (K12)

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Jazzworkshop am 23 und 24.10.2003

„Sinti Jazz - Einblick und Praxis“ lautete das Programm eines der beiden Jazz-Workshops, die im Rahmen der 20. Ingolstädter Jazztage kurz vor den Herbstferien am Gnadenthal- Gymnasium stattfanden. Waren die schon jahrelang an unserer Schule abgehaltenen Workshops bisher meist für Bläser, Schlagzeuger oder auch mal für Sänger angeboten, so waren dieses Mal Geige, Kontrabass und Gitarre gefragt.
Geige und Jazz klang für uns - die wir uns im Laufe unserer Schulzeit doch hauptsächlich mit Mozart, Bach und Co beschäftigt hatten – zunächst reichlich fremd.
Gespannt aber auch ein bisschen unsicher warteten wir dann am Morgen des ersten Workshoptages auf unsere Dozenten. Martin Weiss wurde von einem Flyer zu den Ingolstädter Jazztagen als einer der „weltweit größten Jazzgeiger“ ankündigt. Und auch was es mit seiner Musik, die als „Sinti- Jazz &Swing“ bezeichnet wurde eigentlich auf sich hatte, konnten wir uns zunächst nicht vorstellen. Doch das sollte sich bald ändern – genauso wie fast alles was wir bisher von Musik zu wissen dachten. Begleitet wurde Martin Weiss von dem Jazz- Gitaristen Helmut Nieberle, mit dem er schon einige CDs aufgenommen hatte.
Schon die erste Aufgabe, die uns Martin Weiss, und Helmut Nieberle stellten war für uns eine Herausforderung. Kaum einer der Teilnehmer (5 Geiger/innen; 3 Bassisten; 1 Gitarist) war gewohnt ohne Noten zu spielen, also eine Melodie ausschließlich nach Gehör zu lernen. Nachdem wir diese Hürde dann glücklich überwunden hatten, bekamen wir doch noch die ersehnten Noten und fühlten uns dadurch gleich wohler. Schon begann das nächste Experiment „ das Improvisieren“. Zu spielen ohne zu wissen was, wann, wie und überhaupt war für (fast) alle (anfangs) schwierig. Nach einigen Versuchen, die eher im Chaos endeten, wenn man mal wieder selbst feststellte, dass keiner der gespielten Töne in die vorgegebene Tonart passte, wurden wir sicherer und die Ergebnisse am Ende doch noch aufführungsreif.
Beim Abschlusskonzert (auf das alle Telnehmer teils gespannt, teils skeptisch „hinzitterten“) in der vollbesetzten Aula unserer Schule hatte dann jeder noch mal die Möglichkeit sein (mehr oder weniger ausgeprägtes) improvisatorisches Talent zu beweisen. Für uns Teilnehmer war es außerdem ein besonderes Erlebnis, mit einem weltweit berühmten Jazzgeiger auf einer Bühne zu spielen. Dazu gehörten auch die von Martin Weiss und seinem Partner Helmut Nieberle dargebotenen Stücke wie zum Beispiel „Martins Benz“. Das Privileg mit einem derartigen Künstler zu arbeiten hatten wir in den vergangenen Tagen bereits fleißig genutzt und interessiert Fragen zum Beispiel nach Stradivari- Geigen gestellt, die M. Weiss schon gespielt hatte. Unser Interesse galt natürlich auch anderen Größen dieser Branche, wie zum Beispiel Ann-Sophie Mutter und Stephan Crapelli, die er persönlich kannte und mit denen er teilweise sogar schon gearbeitet hatte. Noch mehr staunten wir aber, als wir erfuhren, dass Martin Weiss, der uns während der beiden Tage immer wieder durch seine virtuosen Einlagen verblüffte, keine Noten lesen konnte, niemals Geigenunterricht hatte, und alle Stücke, die er spielte nach Gehör gelernt hatte.
Der Workshop hat uns auf jeden Fall einen Riesenspaß gemacht und gezeigt, dass man „selbst als Geiger“ neben der klassischen Musik viele Möglichkeiten hat sein Instrument einzusetzen.

Johanna Prunsche, K13

All that rhythm- workshop Konzert in der Fronte - 2001

Bizarre Töne und feine Klangwolken erfüllen den Raum und 250 Schüler und Schülerinnen in  der Fronte trauen ihren Augen und Ohren nicht: drei Schlagzeuger tasten sich von einem Klanginstrument zum anderen, bearbeiten Stative oder gar den Fußboden mit ihren sticks. Nicht die drum -sets stehen im Mittelpunkt, sondern der "Krimskrams", wie Yogo Pausch die verschiedensten Percussionutensilien nennt, die aus den mitgebrachten Kisten hervorgezaubert werden.

Die Zuhörer des Abschlusskonzerts der workshops "Jazz an den Schulen" im Rahmen der Ingolstädter Jazztage sind auch sofort in den Bann gezogen und bekommen eindrucksvoll die Stilvielfalt von Schlagzeug und Percussion vor Augen geführt. Immer wieder neue Klänge, Rhythmen, abwechselnde Tempi und grooves sorgen für Abwechslung in einem Konzert, das ausschließlich durch Percussioninstrumente getragen wird. 

Hans-Günther Brodmann und Matthias Rosenbauer, beide Dozenten an der Musikhochschule Nürnberg, sowie Yogo Pausch, Theatermusiker und Mitglied der Konstantin Wecker Band - der Tausendsassa und Komiker auf der Bühne -demonstrieren Schlagzeug und Percussion vom Feinsten. Nicht oft hat man die Gelegenheit, drei Schlagzeuger dieser Güte gemeinsam auftreten zu sehen. Sie kommunizieren kongenial, spielen sich die rhythmischen Bälle zu und lassen andere Instrumente nicht vermissen. 

Dass die Dozenten der workshops diese Kunst aber auch an Schüler vermitteln können, das zeigte der Auftritt der 21 Teilnehmer. Schüler und Schülerinnen des Gnadenthal- und des Reuchlin- Gymnasiums wurden zuvor an zwei Tagen in die Geheimnisse und Tricks von "Rhythm in Jazz" eingeweiht. In drei parallelen workshops bekamen sie unterschiedliche Stile vermittelt, von Swing und BeBop über Latin-percusssion bis hin zu HipHop. Es war schon eindrucksvoll, mit welcher Sicherheit und Präzision die heterogenen Schülergruppen auf der Bühne nach so kurzer Probenzeit miteinander musizierten.  

Die zuvor in den drei workshops erarbeiteten rhythmischen Bausteine wurden im Konzert zusammengesetzt, unterschiedliche Stile wechselten sich ab und überlagerten sich bis zum Höhepunkt, in dem alle 21 Drummer und ihre Dozenten gleichzeitig in perfekter Abstimmung mit einer rasanten Rhythmussession das Publikum begeisterten. Yogo Pauschs sehr lehrreicher und amüsanter Moderation war es zu verdanken, dass das Bewusstsein über Koordination und die Funktion der verschiedenen Gehirnhälften für die Motorik beim Schlagzeugspielen nicht nur den Aktiven auf der Bühne, sondern auch dem Publikum vertraut wurde. So wurde dieses workshop -Konzert eine lehrreiche und unterhaltsame Stunde für alle. Jazz an Schulen hat sich bei den Jazztagen längst zu einem stillen highlight für Jugendliche gemausert.

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Jazztage 2001 aus der Sicht der Schüler

Trommelworkshop am 25. Oktober 2001 von 09.00-15.30 Uhr im Gnadenthal - Gymnasium
Vorstellung der Workshoplehrer und Teilnehmer. Einteilung der Gruppen.

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Mit unserem Lehrer, Yogo Pausch aus Nürnberg, hatten wir einen absoluten Glücksgriff getan. Wir waren in die Latinrhythmusgruppe eingeteilt worden - wir , dass waren Gabriel Streicher, Andreas Luther und ich, Mäxi Hentschel. Insgesamt gab es drei Gruppen, deren Mitglieder sowohl aus dem Gnadenthal als auch aus dem Reuchlin-Gymnasium stammten. Begonnen wurde mit "Klatschübungen", danach ging es an die Instrumente wie Kongas, Bongos, Standtrommeln. Gabriel hatte auch noch ein Cajon mitgebracht. 

Nach der ersten Pause von 12.00-13.30 Uhr begannen wir unser Stück zu proben, dass für den Auftritt in der FRONTE am 26.10.2001 vorgesehen war. Unser Trommelstück setzte sich aus drei Teilen zusammen, die wir am Ende des Donnerstag nachmittags sehr gut beherrschten. Gegen 15.30 Uhr ging ein netter, lustiger und lehrreicher Tag zu Ende. 

Freitag, 26. Oktober 2001, 08.45-12.00 Uhr
Am Freitag um 08.45 Uhr spielten die drei Gruppen (Latin, Funk, HipHop und Be-Bob) das erste Mal zusammen, was innerhalb kürzester Zeit wunderbar klappte. So konnten wir ziemlich schnell zur Fronte aufbrechen. Nach dem Aufbau der Instrumente wurde nochmals geprobt und dann war es soweit. Vor den kritischen Ohren und Augen der 7. und 8. Klassen aus dem Reuchlin und Gnadenthal-Gymnasium absolvierten wir unser Programm und kassierten am Ende einen riesigen Applaus. Den krönenden Abschluss bestritten unsere drei Workshop-Lehrer mit verschiedenen Schlagzeug-Darbietungen. Wir bedanken uns bei allen Organisatoren und besonders bei unserem tollen Lehrer Yogo Pausch, der uns in kurzer Zeit sehr viel beigebracht hat und uns durch seine Wesensart begeistert hat. 

Maximilian Hentschel Klasse 8b

Ingolstädter Jazztage 2000

Außerordentlich erfolgreich verliefen die beiden Workshops im Rahmen der diesjährigen Jazztage. MitSydney Ellis aus Los Angeles verzauberte eine dynamische und bewundernswerte Sängerin den Musiksaal am GG in einen Blues und Gospelwelt und schaffte es binnen kürzester Zeit die Schüler in ihren Bann zu ziehen.

Joja Wendt, Boogiepianist erster Güte improvisierte gleichzeitig einen Stock höher mit einigen Schülern über verschiedene Scales und beigeisterte durch seine Improvisationskunst. Selbst Schüler, die noch nie improvisiert hatten, schafften es am Ende im Konzert in der Fronte frei zu spielen.

Der nachfolgende Bericht aus dem Donaukurier gibt die Stimmung hervorragend wieder:

Ein Weckruf für den Blues

Ingolstadt (DK)
"Sing, what you feel!" Sydney Ellis greift den Weltschmerz mit Händen, reißt die Augen weit auf und rückt ihrer Schülerin bedrohlich auf die Pelle. Die grinst ein wenig unsicher und probiert's: ,,I got a Mind to be a good Girl..."
Mit dezenter Körpersprache will die Lehrerin ihren Kurs am Gnadenthal-Gymnasium antreiben.

"Beim Blues kommt es ganz auf die innere Einstellung an", doziert Sydney Ellis gestenreich. "Ihr müsst es bringen, als ob ihr das alles am eigenen Leib verspüren würdet." Um zu demonstrieren. was sie meint, verzieht sie bei der Textzeile "... and leave all you Men alone", angewidert das Gesicht. Am Broadway macht die Frau das ganz genauso, wenn sie über die ruchlosen Männer herzieht, um diese nur zwei Strophen später wieder mit allen harmonischen Raffinessen in ihr Herz zu schließen. "It's Showtime" im Gnadenthal-Musiksaal. Die Jazzsängerin Sydney Ellis aus West Virginia versucht ihre Profession, das virtuose Spiel mit Emotionen, Noten und Stimmbändern, im Rahmen eines pädagogischen Vorspiels der 17. Jazztage an einen neugierigen Zirkel von IngoIstädter Gymnasiasten im Alter zwischen 15 und 19 Jahren weiterzugeben. Die Erfolge kommen zwar nur langsam, bahnen sich aber im Lauf der zwei Tage unaufhaltsam ihren Weg. Sydney Ellis betont, dass "einige viel versprechende Talente" dabei seien, und es klingt keineswegs wie eine Höflichkeitsfloskel. " Wenn sie nicht so verkrampft sind, kann man richtig gut mit ihnen arbeiten." Eine erfahrene Workshop-Leiterin hat da so ihre Tricks. Um die Atmosphäre aufzulockern und vor allem den erstaunlich schüchternen Jungs zu beweisen, dass die inbrünstigen Südstaaten-Gospels noch viel zu zaghaft über ihre Lippen kommen, geht sie einfach vor die Tür des Klassenzimmers. Dort schmettert sie los, dass der gesamte Unterricht im Haus für wenige Sekunden fast völlig zum Stillstand kommt.

Während die Chanteuse bei ihrem Crashkurs in Sachen Atemtechnik und vokaler Phrasierung am Ende einige durchaus vorzeigenswerte Erfolge präsentieren kann, kommt der Hamburger Blues-Pianist Jojo Wendt ein Stockwerk höher von Anfang an aus dem Staunen kaum heraus: "Das sind ja absolute Profis, mein lieber Scholli!" Er habe der "Klavier-Stars des Gnadenthal", die sich normalerweise mit klassischen Partituren beschäftigt nur das Jonglieren mit "Blue Notes" und Skalen zeigen müssen und schon sei die Post "verschärft abgegangen.

Wendt und die acht Jung-Pianisten improvisierten nach Herzenslust über dampfende Bassläufe und hinterließen einen glücklichen Dozenten. "Man muss nur den Blues in ihnen wecken", freute sich der populäre Tastenvirtuose über das Resultat seines ersten Workshops in Ingolstadt, der mit einer " Weltpremiere" beim gemeinsamen Abschlusskonzert in der Fronte 79 einen spektakulären Abschluss fand.

Da zeigte die Piano-Klasse ein 18(!)-händiges Boogie-Intermezzo, während Sydney Ellis ihre Schüler stehenden Fußes in einen Baptistenchor verwandelte. Sublime Fingerzeige für junge Leute, dass es auch außerhalb der Hitparade noch jede Menge wunderbarer Musik zu entdecken gibt. Reinhard Köchl

(Donaukurier vom 28./29. Oktober 2000)

Ingolstädter Jazztage 1999: Workshops am Gnadenthal-Gymnasium

Jazz in den Schulen ist seit Jahren ein fester Bestandteil der renommierten Ingolstädter Jazztage und das GG der Schauplatz von kreativen workshops und Musikprojekten.

1996: Der legendäre Gitarrist Sigi Schwab begeistert die Schüler in einem Improvisationskurs, der den Schülern erste Gehversuche auf für sie neuen musikalischen Pfaden ermöglichte.

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1997: Die Gruppe "String Thing" , die als europäisches Pendant zum weltberühmten Kronos Quartett gilt, erarbeitet in ihrem workshop "Groove, Sounds und Improvisation auf Streichinstrumenten" mit Streichern in Kleingruppen fetzigen Jazz, der in einem Abschlusskonzert in der Fronte zu Beifallsstürmen hinreißt.

1998: Zwei parallele workshops sorgen für musikalische Highlights unterschiedlichster Art.
Der Klarinettist Stefan Holstein, Träger des bayerischen Staatspreises für Musik, experimentiert in seinem Projekt "music and colours" mit Mitgliedern der GG-Big Band und dem LK Kunst. Improvisierte Klänge werden in Bilder umgesetzt und diese anschließend wieder in Musik rückübersetzt. Ein beeindruckendes Erlebnis für alle Teilnehmer!

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Albert C.Humphrey und Mathias Preißinger demonstrieren in ihrem workshop "Gospel, Blues und Working Songs", wie innerhalb kürzester Zeit ein bunt zusammengewürfelter Chor aus Schülern des GG und des Reuchlin Gymnasiums zu musikalischen Höchstleistungen gebracht werden kann. Im Abschlusskonzert in der Fronte ist die Freude am Singen unübersehbar.

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1999: Jörg Widmoser und Hajo Hoffmann, zwei Jazzgeiger der innovativen Generation zeigen , wie die Geige im Jazz neue Töne und Grooves zaubern kann. In zwei Gruppen erarbeiten sie mit Geigern von GG und Reuchlin Jazz-Standards und Blues-Nummern mit eigenen Improvisatiosanteilen und eröffnen neue Klangdimensionen.

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