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Es ist der 16.6.2008, es ist die Zeit der Berlinfahrt der Klassen 11a-d. Nach einer 10-stündigen Fahrt sind wir in unserem „3-Sterne-Hotel“ angekommen. 15 Minuten hatten wir Zeit unsere Koffer auszupacken, bevor wir uns in unser neues Zuhause, den Bus, begaben, um dann einen kleinen Stadtrundgang zum Brandenburger Tor und zum Holocaust-Mahnmal zu machen. Der Abend klang mit einer Runde Public Viewing der Fußball-Europameisterschaft aus.

Aufgrund der besorgniserregenden Tatsache, dass wir, mit Ausnahme des Frühstücks, Selbstversorger waren, führte uns am nächsten Morgen der erste Weg zu Aldi. Gut verpflegt stiegen wir in den Bus, wo uns ein charmanter Mann mit gleich bleibender Stimme die Sehenswürdigkeiten der Stadt näher brachte. Im Anschluss fuhren wir zum früheren Stasigefängnis Hohenschönhausen, das uns durch einen ehemaligen Gefangenen erläutert wurde und uns so sehr erschütterte. Ohne eine Pause ging es dann in das Pergamonmuseum, in dem der größte Teil leider geschlossen war. Letztendlich wurde uns in den Hackeschen Höfen etwas Freizeit gegönnt.

Am Mittwoch besichtigten wir zuerst in einer Notführung (da sich Herr Schäuble am Nachmittag ankündigte) das Olympiastadion, das sowohl historisch als auch architektonisch eine große Bedeutung für die Stadt Berlin hat. Auf allgemeinen Wunsch besuchten wir das sehr anschaulich gestaltete Museum „Story of Berlin“ mit seinem eigenen Atomschutzbunker und endlich gehörte die Stadt danach uns, was die meisten in einer ausgiebigen Shoppingtour nutzten.

Um uns die Teilung und unterschiedliche Entwicklung Deutschlands zu verdeutlichen brachte man uns in das DDR-Museum, das auf kleinstem Raum enorm viele Informationen beherbergte. Auf Einladung von Frau Bulling-Schröter hatten wir Einlass in den Bundestag, wo wir nach einer hitzigen Diskussion mit oben Genannter unser warmes(!) Essen genossen. Zum Abschluss unserer politischen Weiterbildung durften wir an einer Plenarsitzung teilnehmen. Eigentlich sollte nun das Highlight der Woche, das Spiel Deutschland gegen Portugal folgen, doch die Klassen 11a und b ließen sich von den Klängen des Elisabeth-Musicals berieseln. Dennoch schafften wir es über Radio stets fußballerisch auf dem Laufenden zu bleiben.

Müde und Müder gaben sich am Freitag die Hand und nach einem Disput mit dem Hotel wegen angeblich beschädigter Einrichtung machten wir uns mit zwei Stunden Verspätung auf den langen Weg nach Bayern, wo unsere Eltern und Freunde schon sehnsüchtig auf uns und unsere Erzählungen warteten.

Agnes Schiele, jetzt K 12