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Soziales Miteinander leben |
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Am 11. Juli 2005 startete für die Schüler und Schülerinnen der 10. Klassen des Gnadenthal-Gymnasiums zum zweiten Mal das Projekt Compassion, ein Praktikum, das die Jugendlichen in soziale Einrichtungen führt. Dort haben sie die Gelegenheit, Einblicke in das Leben von Menschen zu bekommen, deren Probleme in unserer Gesellschaft oft verdrängt werden. Sie können anderen Menschen helfen und dabei selbst neue Erfahrungen sammeln. |
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Die Zehntklässler/innen hatten sich für diese zwei Wochen sehr verschiedene Einrichtungen ausgesucht. Man fand sie zum Beispiel in Altenheimen, Behindertenwerkstätten, bei der schulischen Sozialarbeit, in Tagesstätten für seelisch und geistig behinderte Menschen oder bei der Reittherapie im neuen Gut Aufeld. Als die Schülerinnen und Schüler nach dem Ende des Praktikums gefragt wurden, was sie denn während ihrer Tätigkeit am meisten beeindruckt habe, nannten einige das Lächeln eines Menschen, welches man oft schon für eine einfache Hilfe oder für einen freundlichen Gruß erhält. Ebenso die Integration in den Kreis der Mitarbeiter, die Erfahrung, an einem neuen Arbeitsplatz ernst genommen und gebraucht zu werden, empfanden die Jugendlichen als positiv. Bei vielen stellte sich auch das Bewusstsein ein, dass man für ein Leben, das frei von Krankheit ist, dankbar sein kann. Sie lernten damit als wichtiges Gut zu schätzen, was vielen Menschen selbstverständlich erscheint - obwohl sich das Schicksal, zum Beispiel durch einen Unfall, sehr schnell wenden kann. |
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Schließlich darf man nicht übersehen, dass die Jugendlichen während ihres Praktikums etwas geleistet haben, zum Beispiel wenn sie im Krankenhaus zur Frühschicht eingeteilt waren und dementsprechend zeitig aufstehen mussten oder wenn jemand mit schwerwiegenden Problemen konfrontiert wurde, die er oder sie selbst erst einmal verdauen musste. |
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Insgesamt wurden die beiden Wochen von den meisten sehr positiv erlebt und die Betreuer konnten von mehreren Seiten hören, dass das Praktikum auf jeden Fall weitergeführt werden sollte. |
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W. Wittmann |
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