Schullandheimaufenthalt der Klassen 5b und 5c

„Klasse werden“ wollten die 48 Schülerinnen und Schüler der 5B und 5C am 1.-2. Oktober, als sie zwei aufregende Tage in der Jugendherberge in Eichstätt verbrachten.

Gleich am ersten Tag fand für viele der frischgebackenen Gymnasiasten das Highlight des Schullandheimaufenthalts statt: ein Besuch in der „Fossilienfälscherwerkstatt“ der Herberge. Von der Erlebnispädagogin Frau Böhmer erfuhren sie hierbei zunächst etwas über das Jurameer und die Entstehung von Fossilien. Neben Ammoniten, dem Symbol des Naturparks Altmühltal, durften die Kinder hier Fossilien von Raubfischen, Eidechsen, Seesternen, Flugsauriern oder Libellen herstellen. Nach dem Auswählen der jeweiligen Vorlage, einer Matrize aus Silikon, stellten sie aus Wasser und Gips eine Mischung mit pfannkuchenteigartiger Konsistenz her, füllten diese in die Form und warteten geduldig 20 Minuten, bis die Masse fest geworden war. Beim anschließenden Auslösen der gefälschten Fossilien stellten die SchülerInnen fest, dass diese warm geworden waren – den Grund dafür werden sie einmal beim Chemie- oder Physiklehrer im Unterricht erfragen. Kreativität bewiesen sie dann noch beim möglichst naturgetreuen Anmalen der Exemplare mit Erdfarben.

Eine besonders für die Schulzeit wichtige Aktivität war am gleichen Tag die Einheit „Lernen lernen“, bei der die Fünftklässler sich mit der Organisation von Hausaufgaben und der Schulaufgabenvorbereitung auseinandersetzten. Unter anderen lernten sie hierbei von Beppo, dem Straßenkehrer, dass es oft besser ist, Dinge Schritt für Schritt zu erledigen, als eine schwierige Aufgabe als großes unüberwindbares Ganzes zu sehen. Hoch motiviert gingen sie gleich am Abend die Nachtwanderung an, bei der der anfangs scheinbar unüberwindbare Weg zur Burg im wahrsten Sinne des Wortes Schritt für Schritt zurückgelegt wurde.

Neben genannten Aktivitäten blieb den jungen Gnadenthalern außerdem genug Zeit, um sich an verschiedene Brettspiele zu wagen oder um ihre Klasse bei verschiedenen Lauf- und Koordinationsspielen noch besser kennenzulernen und die Klassengemeinschaft zu stärken.

Bei Tageslicht wanderte die große Gruppe am darauffolgenden Tag noch einmal zur Willibaldsburg, der zweitgrößten Burganlage Bayerns, um im dortigen Jura-Museum noch mehr über Fossilien und die Jurazeit zu erfahren. Von der Museumsführerin lernten die Fünftklässler außerdem Wissenswertes über Bischoff Willibald, dass Garten im Lateinischen hortus heißt, und den Grund für die geringe Anzahl an Pflanzenfossilien, nämlich deren 90-prozentigen Wasseranteil, der die Entstehung eines Fossils nahezu unmöglich macht. Von den Tieren, die vor etwa 150 Millionen Jahren im salzigen Jurameer lebten, wurde etwa ein Prozent in Gesteinsschichten konserviert und als Fossilien erhalten. Ein Beispiel eines damals lebenden Tieres, der Ichthysaurier, eine Mischung aus Fisch und Saurier, aber mit vertikaler Flosse, konnten die Kinder im Museum als lebensgroßes Modell bestaunen – außerdem eine Vielzahl an originalen Fossilien aus der Jurazeit. Am Beispiel des Archäopteryx lernten die SchülerInnen außerdem den Unterschied zwischen Saurier und Vogel kennen, waren allerdings enttäuscht von seiner tatsächlichen Länge von nur 50 Zentimetern. Beeindruckend und fast unvorstellbar sind die Zahlen, mit denen jongliert wurde: Unsere Erde entstand schon vor 4600 Millionen Jahren, erste Wirbeltiere gab es vor 180 Millionen Jahren und den Menschen gibt es erst seit 3,5 Millionen Jahren.

Ob sich die Fünftklässler nun alle erfahrenen Daten und Zahlen merken werden, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass der erste außerschulische Aufenthalt mit den Klassenkameraden ein unvergessliches Erlebnis bleiben wird.

Simone Franz

oben: Frau Holzhacker und Herr Moser rühren in der großen Pause an den Gnadenthalschulen die Werbetrommel für die U-18-Wahlen und verteilen den U-18- Kurier

rechts: Schülerinnen der Klasse 8b des Gnadenthal-Gymnasiums bei der Wahlhelferschulung zusammen mit Frau Holzhacker und ihrer Assistentin am 26.09.18 im Rahmen der Projektarbeit

 

ganz rechts: Wähler und Wahlhelfer im Wahllokal

U-18-Wahlen im Gnadenthal

Da das Gnadenthal-Gymnasium traditionell bei Wahlen ein Wahllokal für die Bevölkerung stellt kam man dort auf die Idee, auch für die U-18-Wahlen am 5. Oktober ein Wahllokal einzurichten. In diesem Fall dürfen Kinder unter 18 Jahren an den Vorwahlen zum Bayerischen Landtag teilnehmen. Im Rahmen von drei Tagen Projektarbeit setzte sich die Klasse 8b mit den Themen Demokratie, Aufgaben, Funktion und Ziele von Parteien sowie Wahlen  auseinander. Sie nimmt auch an dem Wettbewerb „Schönstes Wahllokal“ teil. Geöffnet ist das Wahllokal des Gymnasiums am 5. Oktober von 7:30 Uhr bis 14:00 Uhr. Die 12 Wahlhelfer hoffen auf eine rege Wahlbeteiligung, zumal auch Schüler der benachbarten Schulen ihre Stimme abgeben dürfen.

8. Oktober 2018:

Am Gnadenthal-Gymnasium haben 582 Kinder und Jugendliche von den insgesamt 3614 Wählern in Ingolstadt ihre Stimme abgegeben. Die Wahlbeteiligung war insgesamt viel höher als erwartet, sodass Stimmzettel nachgedruckt werden mussten. Genaue Wahlergebnisse zu Erst- und Zweitstimmen in Ingolstadt und bayernweit können im Internet beim Stadtjugendring SJR eingesehen werden.

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