Als Dankeschön für das Engagement der SMV+-Mitglieder ging es vom 6. auf den 7. Juli mit dem Regionalexpress in die DJH Jugendherberge nach Nürnberg. Die Fahrt diente der Weiterentwicklung der SMV+ und der Planung zukünftiger Projekte. Um uns gegenseitig besser kennenzulernen, spielten wir nach der Begrüßung zwei Kennenlernspiele, bevor wir mit dem Programm loslegten. Jona, Amrei und Katharina brachten uns ihre Pflichten und all die Aufgaben, die mit dem Amt des Schülersprechers verbunden sind, näher. Neu für uns waren die „SMV-Pyramide“, die Bezirksaussprachetagung (BAT), bei der alle Schülersprecher Oberbayerns zusammenkommen, sowie die Landesschülerkonferenz. Anschließend wurde ein Blick zurück auf vergangene Aktionen der SMV geworfen, bevor wir schließlich selbst ans Werk durften. In kleinen Gruppen sollten wir brainstormen und uns neue Aktivitäten überlegen, die im nächsten Jahr womöglich mit aufgenommen werden sollen. Von einem „Gnadenfest“ bis zu einem „Purple Day“ war alles Mögliche dabei. Nach einem leckeren Mittagessen und ein wenig Freizeit ging es mit dem Programm weiter und wir widmeten uns einem nicht ganz so einfachen Thema: Rassismus und Diskriminierung. Jeder konnte seine eigenen Erfahrungen durch anonyme Zettel teilen und uns wurden verschiedene Anlaufstellen bei persönlichen Problemen vorgestellt. Diese umfassen nicht nur die Schülersprecher und Verbindungslehrkräfte, sondern auch die Schulpsychologin, die Lehrkräfte, die Beratungslehrkräfte, den Jugendsozialarbeiter, etc. Anschließend ging es jeweils zwanzig Minuten lang in drei verschiedene Workshops: „Rhetorik“, „Debattieren“ und „Teamwork“, vorgestellt von unseren Schülersprechern. Dabei lernten wir viel über das richtige Vortragen von Referaten und Präsentationen, reflektiertes Diskutieren und wie wichtig Teamwork überhaupt ist, damit alles so funktioniert, wie es soll. Vermutlich das Highlight des Tages war dann die „Auktion der Werte“. In Gruppen bekamen wir ein Budget von 10.000 „Werte-Talern“, mit dem wir aus unserer Sicht wichtige Werte ersteigern sollten. Nach dem Abendessen ließen wir noch einmal unserer Kreativität freien Lauf, als wir unter der Leitung von Frau Zelyk eine Girlande mit den einzelnen Werten gestalteten. Diese wird auch in der Schule aufgehängt, um zu zeigen, wie wichtig diese sind. Ein schöner Abschluss des Tages war schließlich das gemeinsame Fußballschauen im Konferenzsaal auf einer Leinwand, bei dem wir das Spiel Portugal gegen Spanien verfolgten.
Der zweite Tag startete nach dem Frühstück mit einer kurzen Wiederholung der Inhalte des Vortages, bevor wir unsere Projektideen vor der Gruppe vorstellten. Die beiden Projekte „Purple Day“ und „Selbstverteidigungstag“ gewannen die Abstimmung. Danach kamen wir wieder auf das ernstere Thema des Vortages zurück. Gemeinsam werteten wir unsere eigenen Erfahrungen mit Diskriminierung beziehungsweise Rassismus aus und waren ziemlich erschüttert, wie unterschiedlich Diskriminierung aussehen kann und wie viele Menschen davon betroffen sind. Egal, welches Geschlecht, welche ethnische Abstammung oder Hautfarbe man hat – wir sind alle der Meinung, dass jeder Mensch gleich viel wert ist und sich niemand solche unpassenden Bemerkungen anhören sollte. Danach gingen wir gemeinsam in die Stadt, denn der Elternbeirat spendierte freundlicherweise allen Teilnehmern der Fahrt zwei Kugeln Eis. Anschließend durften wir die Stadt erkunden und unsere Freizeit genießen. Frisch gestärkt und ausgeruht machten wir drinnen mit dem Modul „Kommunikation – Das A & O“ weiter. Wir besprachen die verschiedenen Pflichten von Sender und Empfänger und wie wichtig Kommunikation in allen Lebensbereichen ist. Mit einer Feedbackrunde endete unser Aufenthalt in der Jugendherberge auf der Kaiserburg Nürnberg und wir machten uns müde und zufrieden auf den Rückweg nach Ingolstadt
Pelagia, 10c