Rom – die ewige Stadt, die mit so vielen weltbekannten Sehenswürdigkeiten und historischen Ereignissen assoziiert wird, wird jährlich von rund 22 Millionen Touristinnen und Touristen besucht. Davon, wie eindrucksvoll diese Stadt wirklich ist, wollten wir uns im Rahmen unserer Studienfahrt persönlich ein Bild machen.
Unsere Reise begann am Samstag um 22 Uhr, als wir voller Erwartungen auf die kommende Woche in den Bus stiegen. Nach einer 13-stündigen Fahrt und einer letzten Einführung mit wichtigen Hinweisen zu Rom von Herrn Weindl erreichten wir endlich unser Ziel. Nach einer kurzen Pause in unserem Hotel Meininger durften wir in kleinen Gruppen zum ersten Mal die italienische Küche probieren.
Anschließend sind wir aufgebrochen, um uns bei einem kleinen Spaziergang einen Überblick über das antike Rom zu verschaffen – hierbei konnten wir einen ersten Blick auf das Kolosseum, die Foren der Imperatoren wie Cäsar und Vespasian sowie das eindrucksvolle Pantheon werfen. Dessen uns von den Lehrern beschriebene Architektur und Ausstattung konnten wir anschließend selbst von innen betrachten. Den Nachmittag beendeten wir mit der Ausstellung „Welcome to Rome“, wobei uns mithilfe von kurzen, animierten Filmen und Modellen der Aufbau und die Entstehung des antiken Roms visualisiert wurden. Den ersten Tag ließen wir mit einem gemeinsamen Abendessen im Hotel und anschließendem Public Viewing des Fußball-WM-Finales ausklingen.
Der darauffolgende Tag war der weiteren Erkundung des antiken Roms gewidmet. Bereits um 8:30 Uhr brachen wir zum Palatin auf, um von diesem aus das darunterliegende Forum Romanum mit seinen beeindruckenden Bauwerken zu betrachten. Wir erfuhren einige interessante Fakten nicht nur über das Forum Romanum, sondern auch über das Kolosseum, das wir im Anschluss in Kleingruppen selbst erkunden durften. Die imposante Bauweise dieses Amphitheaters beeindruckte uns dabei sehr. Die Vielzahl an Statuen und Gemälden der Kapitolinischen Museen besichtigten wir nachmittags. Herr Schäfer setzte mit einer kleinen Aufgabe zum Finden der Statuen von Cicero, Sokrates und Epikur einen Anreiz, genauer hinzusehen, wobei die meisten dieser Aufgabe gewachsen waren.
Am Dienstag beschäftigten wir uns intensiver mit dem christlichen Rom. Die erste Challenge für uns bestand darin, alle 551 Stufen zur Kuppel der Basilica di San Pietro zu erklimmen – auch ohne Aufzug. Dafür wurden wir mit einem unglaublichen Ausblick auf die Vatikanischen Gärten und über die gesamte Stadt belohnt. Nach dem anstrengenden Abstieg durften wir uns vom Inneren der Kirche beeindrucken lassen, besonders faszinierten uns die Grabstätten der Päpste. Um der Nachmittagshitze zu entfliehen, wurde uns die Möglichkeit geboten, die Vatikanischen Museen mit ihren Artefakten und insbesondere die Sixtinische Kapelle mit besonders berühmten Malereien wie „Die Erschaffung Adams“ zu erkunden. Dank Herrn Weindls guten Kontakten in Rom wurde uns ein traditionell römisches Abendessen im Ristorante Saltimbocca geboten, welches wir alle gemeinsam genießen konnten.
Wir starteten besonders früh in den nächsten Tag – nach einem kurzen Frühstück und einer langen Busfahrt erreichten wir gegen 10:30 Uhr den atemberaubenden Vesuv und begannen sogleich mit dem Aufstieg. Den knappen, aber immer steiler werdenden Weg konnten wir gut meistern und anschließend den Krater des Vulkans bewundern. Angesteckt von Frau Kecks Energie stiegen wir den Vesuv schnell wieder hinab, um daraufhin zum Geheimtipp Herculaneum aufzubrechen. Dort faszinierten uns vor allem die teilweise sehr gut erhaltenen Wandmalereien und Mosaike sowie die durch die Asche konservierten Skelette.
Für unseren letzten Tag war ein Besuch der berühmten Priscilla-Katakomben geplant, auch hier wurden uns die gut erhaltenen Gräber und Malereien durch eine besonders spannende Führung nähergebracht. Die Gestaltung des restlichen Tages blieb uns selbst überlassen, wobei wir diesen in kleinen Gruppen vor allem mit Souvenirkauf und einem letzten Eis verbrachten. Unsere letzte Challenge dieser Fahrt bestand darin, selbstständig mit der Metro den Weg zum Hotel zu finden – letztendlich erreichten es alle pünktlich und wohlbehalten. Ohne Zwischenfälle kamen wir am Freitag gegen 11 Uhr in Ingolstadt an.
Unsere Studienfahrt nach Rom war ein einzigartiges Erlebnis voller eindrucksvoller, lustiger und spannender Erfahrungen und ein gelungener Abschluss unserer Schulzeit. Rom hat unsere Erwartungen mehr als übertroffen und bleibt uns als ein fantastisches Reiseziel im Gedächtnis.
Wir bedanken uns herzlichst für die aufwendige Organisation und die tolle Umsetzung bei Frau Keck, Herrn Schäfer und Herrn Weindl!
Magdalena Lang und Luisa Sikora, Q12