Rom 2026 – Auf den Spuren der Antike

Rom – die ewige Stadt, die mit so vielen weltbekannten Sehenswürdigkeiten und historischen Ereignissen assoziiert wird, wird jährlich von rund 22 Millionen Touristinnen und Touristen besucht. Davon, wie eindrucksvoll diese Stadt wirklich ist, wollten wir uns im Rahmen unserer Studienfahrt persönlich ein Bild machen. 

Unsere Reise begann am Samstag um 22 Uhr, als wir voller Erwartungen auf die kommende Woche in den Bus stiegen. Nach einer 13-stündigen Fahrt und einer letzten Einführung mit wichtigen Hinweisen zu Rom von Herrn Weindl erreichten wir endlich unser Ziel. Nach einer kurzen Pause in unserem Hotel Meininger durften wir in kleinen Gruppen zum ersten Mal die italienische Küche probieren. 

Anschließend sind wir aufgebrochen, um uns bei einem kleinen Spaziergang einen Überblick über das antike Rom zu verschaffen – hierbei konnten wir einen ersten Blick auf das Kolosseum, die Foren der Imperatoren wie Cäsar und Vespasian sowie das eindrucksvolle Pantheon werfen. Dessen uns von den Lehrern beschriebene Architektur und Ausstattung konnten wir anschließend selbst von innen betrachten. Den Nachmittag beendeten wir mit der Ausstellung „Welcome to Rome“, wobei uns mithilfe von kurzen, animierten Filmen und Modellen der Aufbau und die Entstehung des antiken Roms visualisiert wurden. Den ersten Tag ließen wir mit einem gemeinsamen Abendessen im Hotel und anschließendem Public Viewing des Fußball-WM-Finales ausklingen. 

Der darauffolgende Tag war der weiteren Erkundung des antiken Roms gewidmet. Bereits um 8:30 Uhr brachen wir zum Palatin auf, um von diesem aus das darunterliegende Forum Romanum mit seinen beeindruckenden Bauwerken zu betrachten. Wir erfuhren einige interessante Fakten nicht nur über das Forum Romanum, sondern auch über das Kolosseum, das wir im Anschluss in Kleingruppen selbst erkunden durften. Die imposante Bauweise dieses Amphitheaters beeindruckte uns dabei sehr. Die Vielzahl an Statuen und Gemälden der Kapitolinischen Museen besichtigten wir nachmittags. Herr Schäfer setzte mit einer kleinen Aufgabe zum Finden der Statuen von Cicero, Sokrates und Epikur einen Anreiz, genauer hinzusehen, wobei die meisten dieser Aufgabe gewachsen waren. 

Am Dienstag beschäftigten wir uns intensiver mit dem christlichen Rom. Die erste Challenge für uns bestand darin, alle 551 Stufen zur Kuppel der Basilica di San Pietro zu erklimmen – auch ohne Aufzug. Dafür wurden wir mit einem unglaublichen Ausblick auf die Vatikanischen Gärten und über die gesamte Stadt belohnt. Nach dem anstrengenden Abstieg durften wir uns vom Inneren der Kirche beeindrucken lassen, besonders faszinierten uns die Grabstätten der Päpste. Um der Nachmittagshitze zu entfliehen, wurde uns die Möglichkeit geboten, die Vatikanischen Museen mit ihren Artefakten und insbesondere die Sixtinische Kapelle mit besonders berühmten Malereien wie „Die Erschaffung Adams“ zu erkunden. Dank Herrn Weindls guten Kontakten in Rom wurde uns ein traditionell römisches Abendessen im Ristorante Saltimbocca geboten, welches wir alle gemeinsam genießen konnten. 

Wir starteten besonders früh in den nächsten Tag – nach einem kurzen Frühstück und einer langen Busfahrt erreichten wir gegen 10:30 Uhr den atemberaubenden Vesuv und begannen sogleich mit dem Aufstieg. Den knappen, aber immer steiler werdenden Weg konnten wir gut meistern und anschließend den Krater des Vulkans bewundern. Angesteckt von Frau Kecks Energie stiegen wir den Vesuv schnell wieder hinab, um daraufhin zum Geheimtipp Herculaneum aufzubrechen. Dort faszinierten uns vor allem die teilweise sehr gut erhaltenen Wandmalereien und Mosaike sowie die durch die Asche konservierten Skelette.  

Für unseren letzten Tag war ein Besuch der berühmten Priscilla-Katakomben geplant, auch hier wurden uns die gut erhaltenen Gräber und Malereien durch eine besonders spannende Führung nähergebracht. Die Gestaltung des restlichen Tages blieb uns selbst überlassen, wobei wir diesen in kleinen Gruppen vor allem mit Souvenirkauf und einem letzten Eis verbrachten. Unsere letzte Challenge dieser Fahrt bestand darin, selbstständig mit der Metro den Weg zum Hotel zu finden – letztendlich erreichten es alle pünktlich und wohlbehalten. Ohne Zwischenfälle kamen wir am Freitag gegen 11 Uhr in Ingolstadt an. 

Unsere Studienfahrt nach Rom war ein einzigartiges Erlebnis voller eindrucksvoller, lustiger und spannender Erfahrungen und ein gelungener Abschluss unserer Schulzeit. Rom hat unsere Erwartungen mehr als übertroffen und bleibt uns als ein fantastisches Reiseziel im Gedächtnis. 

Wir bedanken uns herzlichst für die aufwendige Organisation und die tolle Umsetzung bei Frau Keck, Herrn Schäfer und Herrn Weindl! 

Magdalena Lang und Luisa Sikora, Q12


Voyage scolaire nach Paris

Nachdem der Französischunterricht in den letzten Schulwochen immer öfter durch lebhafte Unterhaltungen bezüglich der bevorstehenden Parisfahrt ersetzt wurde und wir ohne Bedenken Frau Dechantsreiter mit allen erdenklichen Fragen löchern konnten, wie beispielsweise „Dürfen wir uns nicht mal so ein kleines Döschen Sekt genehmigen?“ (diese Frage wurde selbstverständlich verneint!), begann am 15. Juli um 6:30 Uhr unsere Reise am Hauptbahnhof von Ingolstadt. Die Vorfreude war groß und nach einer langen Fahrt kamen wir schließlich in unserer mehr oder weniger zufriedenstellenden Jugendherberge an. An unserem Anreisetag ging es gleich mit dem interessanten, von Herrn Wittmann und Frau Dechantsreiter liebevoll zusammengestellten Programm los. Im Gänsemarsch begaben wir uns auf einen der zahlreichen (und wild umstrittenen!) Stadtspaziergänge durch das pittoreske Paris, bis wir schließlich die Basilique du Sacré-Coeur de Montmartre erreichten. Die romano-byzantinische Kirche bezauberte uns alle, während wir am Fuße derselben picknickten. Auf dem Rückweg genossen wir noch den ersten Anblick des ins Abendlicht getauchten Paris.

Der nächste Tag kam und auf dem Programm standen St. Chapelle und La Conciergerie. Ein Besuch der Conciergerie bedeutet, in die Geschichte und Erinnerung eines außergewöhnlichen Ortes der Macht einzutauchen. Nachdem Herr Wittmann uns einige Informationen über dieses majestätische Gebäude, einst ehemalige königliche Residenz und gegen Ende des 14, Jahrhunderts zum Gefängnis des Pariser Parlaments umgewandelt, erläutert hatte, besichtigen wir noch St. Chapelle und bestaunten die bunten Fenster. Dann wurde es wieder Zeit für einen Stadtspaziergang, bei dem wir La Cathédrale Notre-Dame de Paris, spätestens seit dem Brand 2019 allen ein Begriff, zu Gesicht bekamen. Nach
all diesen eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten kam uns der Abstecher in den
Jardin du Luxembourg ganz recht. In Gruppen schlenderten wir durch den auch
bei Einheimischen sehr beliebten Garten und entdeckten z.B. ein Karussell, das
bereits Rainer Maria Rilke in seinem Gedicht ,,Das Karussell‘‘ aufgegriffen hatte,
wie uns Herr Wittmann mitteilte. So endete ein weiterer Tag in der berühmten
Stadt der Liebe für uns.

Die Opéra Garnier mit ihren traumhaften Deckenmalereien von Marc Chagall
erwies sich als guter Start in den folgenden Tag. Ein weiterer Stadtspaziergang
führte uns zum Centre Pompidou und wir erkundeten wieder in Gruppen das
umliegende Viertel. Schließlich erklommen wir (mit dem Aufzug versteht sich)
den 210 Meter hohen Tour Montparnasse und ließen uns ganz von der atemberaubenden Aussicht einnehmen. Was fehlt noch zu einem perfekten Paris Trip? Genau, der Eiffelturm. Diesen besichtigten wir am dritten Tag, nachdem wir zwei Stunden im Musée d’Orsay verbracht und einige Klassiker von Monet und Van Gogh bewundert hatten. Abends gingen wir alle zusammen in ein schnuckeliges Restaurant und aßen leckere Couscous-Variationen. Nach diesen langen und anstrengenden Sightseeing-Touren kam ein Ausflug in den Parc Bagatelle ganz recht und lud zum Mittagsschlaf in der Sonne ein. Der Rosengarten und die frei laufenden Pfaue sorgten für eine magische Idylle, die einen guten Ausgleich zum wilden Großstadttrubel bot. Nachdem wir noch den Invalidendom besichtigt hatten, ließen wir den Tag auf der Seine bei einer Bootsfahrt ausklingen.

Zum Programm zählte auch ein Spaziergang zum Louvre an unserem vorletzten ganzen Tag in Paris. Darauf folgte das, worauf wir uns wohl alle mit am meisten gefreut hatten: Der erste komplett freie Nachmittag allein in Paris! Dieser wurde auf unterschiedlichste Weisen genutzt: Shoppen, Museum, Restaurants, weitere Sehenswürdigkeiten. Ein angenehmer Abschluss unserer letzten Klassenfahrt war auch geplant und so besuchten wir das Atelier des Lumières, um die zum Leben erweckten Malereien von Paul Klee und Marc Chagall auf uns wirken zu lassen. Nach dieser anstrengenden Woche war vielen die Lust auf einen Ausflug in die Gärten von Versailles vergangen und so waren alle damit sehr zufrieden, dass dieser letztlich nicht als verbindlich galt und uns so ein weiterer freier Nachmittag in Paris geboten war.

Am 22. Juli ging es nach einem letzten Spaziergang schließlich zurück nach Ingolstadt und nachdem wir tatsächlich als Schulklasse alle gemeinsam in der Ersten Klasse des ICE saßen, da unser reserviertes Abteil mit einem Defekt der Klimaanlage belastet war, erwies sich die Rückreise als recht angenehm. Und so endete die Parisfahrt 2023 mit kleinen Pannen und lustigen sowie zauberhaften Momenten für uns und wird uns bestimmt noch lange mit tollen Erinnerungen im Kopf bleiben.

Antonia Pfannerer, Q12