Gemeinsam in Bewegung: Eine erlebnisreiche Austauschwoche voller Kultur und Teamgeist
Unter dem Motto „Gemeinsam in Bewegung – Kultur, Geschichte, Teamgeist“ fand vom 13. bis 18. Mai 2026 der Polenaustausch statt, der nach dem letztjährigen Jubiläum bereits ins elfte Jahr geht. Dabei begrüßte die Schule erneut 20 polnische Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrkräfte unserer Partnerschule in Szczawnica. Begleitet wurde der Austausch von 21 Schülerinnen und Schülern aus unseren 7. und 8. Klassen, die gemeinsam mit ihren polnischen Gästen eine ereignisreiche Woche erlebten.
Der Polenaustausch bietet nicht nur die Gelegenheit, fremde Kulturen zu entdecken, sondern fördert auch das Verständnis und die Freundschaften zwischen jungen Menschen aus beiden Ländern. Die Schülerinnen und Schüler wurden in Gastfamilien untergebracht, wo sie von Anfang an herzlich aufgenommen wurden. Gemeinsame Mahlzeiten, sei es in den Familien oder beim Mittagessen, stärkten das Gemeinschaftsgefühl und halfen, kulturelle Barrieren spielerisch zu überwinden.
Vielfältige Aktivitäten fördern Teamgeist und kulturellen Austausch
Die Woche begann am Montag mit der Ankunft der polnischen Gäste, einer herzlichen Begrüßung durch den Schulleiter Herrn Diegeler sowie einem gemeinsamen Frühstück, bei dem erste Kontakte geknüpft wurden. Bei Kennenlernspielen und einer ersten Erkundung der Festungsanlagen in Ingolstadt konnte der Austausch direkt starten. Das Mittagessen in der Schülermensa bildete den Übergang zu einer weiteren Entdeckungsrunde – in gemischten deutsch-polnischen Gruppen erkundeten die Schüler das Gnadenthal-Gymnasium und die Umgebung. Die polnischen Gäste verbrachten die Abende in den deutschen Gastfamilien, wo weitere persönliche Begegnungen stattfanden.
Ab Dienstag stand das Programm im Zeichen von Teamarbeit und kulturellem Austausch. Ein Sportprojekt in der Turnhalle mit Herrn Diegeler brachte die Teilnehmer zum Schwitzen und half, den ersten Teamgeist zu entwickeln. Am Nachmittag folgte eine spannende Stadtrallye durch Ingolstadt, bei der die Schüler nicht nur die Stadtgeschichte erforschten, sondern auch in einem Quiz ihr Wissen vertieften.
Der Mittwoch führte die Gruppe zur Boulderhalle, wo die Schüler unter professioneller Anleitung ihre Kletterfähigkeiten testeten. Der Nachmittag wurde mit einer Wanderung zur Almhütte Goaßstoi fortgesetzt, wo die Teilnehmer gemeinsam ein zünftiges Mittagessen genossen. Der Rückweg zur Schule wurde teils zu Fuß, teils mit dem Bus zurückgelegt.
Am Donnerstag stand ein Ausflug nach München auf dem Programm: Nach einer Besichtigung des imposanten Schlosses Nymphenburg und der weitläufigen Parkanlagen gab es ein gemeinsames Picknick im Park. Der Nachmittag führte die Gruppe in die Innenstadt, wo sie eine Stadtführung durch das historische München erlebten. Einige Schüler nutzten die Zeit anschließend, um mit der U-Bahn zur Allianz-Arena zu fahren und das Fußballstadion zu bestaunen.
Der Freitag war von handwerklicher Tradition geprägt. Im Bauerngerätemuseum in Ingolstadt lernten die Schüler bei einer Führung viel über die ländliche Geschichte der Region. In zwei Workshops stellten die Teilnehmer Brot und Butter her, die beim gemeinsamen Mittagessen im Museum verkostet wurden. Am Nachmittag folgte ein Discgolfturnier im Hindenburgpark, bei dem sich die Gruppen aus deutschen und polnischen Schülern in einem sportlichen Wettkampf maßen.
Den Abschluss des Austauschs bildete am Samstag ein gemeinsames Pizzaessen im Ristorante Castello. Nach der herzlichen Verabschiedung der polnischen Gäste traten diese ihre Rückreise nach Szczawnica an, begleitet von vielen schönen Erinnerungen an eine erlebnisreiche und freundschaftlich geprägte Woche.
Ein wertvoller Austausch, der weitergeführt wird
Dieser Austausch ist bereits ein fester Bestandteil des internationalen Programms des Gnadenthal-Gymnasiums und wird auch in den kommenden Jahren fortgesetzt. Die Schüler haben nicht nur ihre sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen erweitert, sondern auch bleibende Freundschaften geknüpft, die weit über den Austausch hinaus Bestand haben werden.
Der nächste Schritt in der Partnerschaft wird ein erneuter Besuch der deutschen Schülerinnen und Schüler in Szczawnica im Jahr 2027 sein, wo die engen Kontakte weiter gepflegt werden können. Das Gnadenthal-Gymnasium und die Partnerschule in Polen freuen sich darauf, diese wertvolle Tradition weiterzuführen und die Bande zwischen den beiden Ländern zu stärken.
Die finanzielle Unterstützung durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk und einzelne private Spender ermöglichte es, die Austauschwoche mit all den Aktivitäten, Fahrten und gemeinsamen Mahlzeiten durchzuführen. Dafür ein herzliches Dankeschön.
Das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) ist eine Organisation, die jungen Menschen aus Deutschland und Polen Begegnungen und Zusammenarbeit ermöglicht. Es finanziert Austauschprojekte und unterstützt sie inhaltlich. Für Organisator/-innen von Begegnungen bietet das Jugendwerk Fortbildungen, Konferenzen und Seminare und gibt Publikationen heraus.
Das DPJW wurde 1991 als internationale Organisation von den Regierungen Polens und Deutschlands gegründet, zeitgleich mit der Unterzeichnung des Vertrages über gute Nachbarschaft. Seither hat das DPJW mehr als 80.000 Austauschprojekte finanziert, an denen mehr als 3 Millionen junge Menschen teilnahmen.