Welt-Braille-Tag

Morgenkreis anlässlich des Welt-Braille-Tages 

Anlässlich des Welt-Braille-Tages hielten wir, das P-Seminar „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, im Januar in den Jahrgangsstufen 5 – 9 einen Morgenkreis.  

Es gab eine kurze Station mit Theorie-Input zum Franzosen Louis Braille, dem Erfinder der nach ihm benannten Blindenschrift, die die Schülerinnen und Schüler auch selbst in Blindenzeitschriften bzw. Blindenkinderbüchern „lesen“ konnten. Den Schwerpunkt bildeten mehrere Stationen zum Erleben und Erfahren von Blindheit bzw. Sehbehinderung, z. B. beim Fühlen, Riechen und Gehen und in anderen Alltagssituationen. Die Schülerinnen und Schüler konnten mithilfe von Schlafmasken hautnah erleben, wie es sich anfühlt, sehbehindert zu sein. Ziel des Projekts war die Sensibilisierung für blinde Menschen und welche Hürden diese im Alltag täglich zu bewältigen haben. Durch die interaktiven Stationen konnten sie sich auf eindrucksvolle Weise in die Lebenswelt der Blinden hineinversetzen. Das gelang sehr eindrücklich durch einen weiteren Morgenkreis, in dem wir ein selbstgemachtes, ca. 20minütiges Interview mit Katharina und Maria zeigten. Jeder und jede am GG kennt die beiden blinden Mädchen von der Realschule und konnte so erfahren, wie sie ihren Alltag bewältigen, auch und vor allem in der Schule, und welche technischen Möglichkeiten ihnen das Leben erleichtern. Besonders betonen Katharina und Maria, dass blinde Menschen nicht immer hilflose Menschen sind. 

Wir sind stolz auf das Engagement und die Aufmerksamkeit, die die Kinder gezeigt haben, und hoffen, dass die Erkenntnisse aus diesem kleinen Projekt langfristig in ihrem Denken und Handeln verankert bleiben. So können wir gemeinsam eine inklusive und respektvolle Gemeinschaft gestalten. 

Mathilda, 11a und Sigrid Keck